Tell-a-Friend

Die Tell-a-Friend-Funktion fordert den Benutzer der Seite zwar auf, Kontaktdaten – meist E-Mailadressen – von seinen Freunden anzugeben, was allerdings eine freiwillige Option ist. Der Betreiber informiert sodann über diese erhaltene E-Mail diesen Freund über Produkte oder Dienstleistungen. Aus der Sicht des Wettbewerbsrechts ist diese Zusendung dieser Information Werbung. Das Unternehmen darf die Werbung indes nur unter allgemeinen und engen wettbewerbsrechtlichen Voraussetzungen zusenden. Anderenfalls ist der Versand dieser Werbung unzulässig.

Gerichtsentscheidungen

Zunächst entschieden Gerichte gegen eine Tell-a-Friend Funktion. Die Gerichte hatten in dieser Entscheidung diese Funktion weitestgehend als unzulässig eingestuft. Im Jahr 2014 entschied ein Gericht zugunsten der Tell-a-Friend Funktion. Die dort erzeugte E-Mail wird dem Benutzer der Seite zugerechnet, der die E-Mail des Freundes freiwillig für die Zusendung von Informationen bekannt gab.

Wichtig dabei ist allerdings:

  • Die Empfehlungs-E-Mail soll nicht das beworbene Unternehmen als Absender anzeigen
  • Daher sollte die E-Mail den Namen und die E-Mail-Adresse des Empfehlenden als Absender anzeigen
  • Die Betreffzeile und der Nachrichtentext sollten von empfehlenden Benutzer jedenfalls editierbar sein
  • die E-Mail sollte keine Werbung enthalten, damit der Empfänger der E-Mail in aller Ruhe widersprechen kann.
  • Massenemails sollten durch die Technik ausgeschlossen sein
  • Ein Hinweis für den Empfehlenden über die Reichweite seiner Weitergabe der personenbezogenen Daten sollte erscheinen