Jedermannverzeichnis

Eine Aufgabe der Datenschutzbeauftragten in Unternehmen ist derzeit noch das Jedermannverzeichnis. Gemäß § 4g Abs. 2 S. 2 BDSG macht er gewisse Angaben aus der Verarbeitungsübersicht jedermann verfügbar. Die Angaben nach § 4e Satz 1 Nr. 1 bis 8 BDSG bilden das Jedermannverzeichnis. Auf Begehren kann tatsächlich jedermann Einsicht unabhängig von der eigenen Betroffenheit in seiner informationellen Selbstbestimmung geltend machen. Ein Anspruch auf Zusendung oder eine bestimmte Form der Einsichtverschaffung besteht grundsätzlich nicht.

Jedermannverzeichnis – die Angaben:

  • Name oder Firma der verantwortlichen Stelle,
  • Inhaber, Vorstände, Geschäftsführer oder sonstige gesetzliche oder nach der Verfassung des Unternehmens berufene Leiter und die mit der Datenverarbeitung beauftragten Personen,
  • Anschrift der verantwortlichen Stelle,
  • Zweckbestimmungen der Datenerhebung, -verarbeitung oder -nutzung,
  • Eine Beschreibung der betroffenen Personengruppen und der diesbezüglichen Daten oder Datenkategorien,
  • Empfänger oder Kategorien von Empfängern, denen Daten mitgeteilt werden können,
  • Regelfristen für die Löschung der Daten und
  • geplante Datenübermittlung in Drittstaaten.

Im Gegensatz zur Verarbeitungsübersicht enthält dagegen das Jedermannverzeichnis keine Informationen zu den technisch-organisatorischen Maßnahmen (TOMs).