Gesundheitsdaten

Unter Gesundheitsdaten versteht man alle Angaben, die den körperlichen oder geistigen Zustand eines Menschen beschreiben. Einzelne Krankheiten, Informationen über eingenommene Medikamente, Abläufe und Inhalte ihrer Behandlung und aber auch die Tatsache, dass eine Person wieder genesen oder völlig gesund ist,

Die Daten gehören somit zu den sensiblen Daten. Nach Art. 8 EU-Datenschutzrichtlinie und dem BDSG sind diese Daten somit besonders zu schützen. Das BDSG bezeichnet diese gemäß § 3 Abs. 9 BDSG als „besondere Arten personenbezogener Daten“. In engen Grenzen ist ihre Verarbeitung zulässig, die allgemeinen Rechtfertigungstatbestände wie § 28 Abs. 1 und Abs. 2 BDSG können ihre Verarbeitung nicht rechtfertigen. Jede Verarbeitung von Gesundheitsdaten ist somit sorgfältig rechtlich zu prüfen.

Bei Patientendaten muss zudem die ärztliche Schweigepflicht beachten werden. Deren Verletzung ist nach § 203 StGB strafbewehrt. Im Gesundheitssektoren müssen spezielle Datenschutzvorschriften aus unterschiedlichen Gesetzen beachtet werden.