Funktionsübertragung

Beim Outsourcing gibt es die Unterscheidung zwischen Auftragsdatenverarbeitung und Funktionsübertragung.

Die Auftragsdatenverarbeitung

Im Sinne von § 11 BDSG liegt eine Auftragsdatenverarbeitung vor, wenn der Auftragnehmer personenbezogene Daten streng nach den Weisungen des Auftraggebers verarbeitet. Der Auftragnehmer wird zum “verlängerten Arm” des Auftraggebers. Datenschutzrechtlich gehört der Auftragnehmer zum Auftraggeber, so dass durch die Überlassung von Daten an den Auftragnehmer keine Datenübermittlung im Rahmen des Auftrags im Sinne des BDSG vorliegt.

Die Funktionsübertragung

Die Funktionsübertragung dagegen lagert eine komplette Funktion auf den Dienstleister aus. Auf Grund dessen hat der Dienstleister beim Umgang mit den Daten eigene Entscheidungsspielräume. Dabei kann er gegenüber Dritten im eigenen Namen auftreten. Er geht insgesamt eigenverantwortlich mit den Daten um. In diesem besonderen Fall liegt kein Fall des § 11 BDSG vor, sondern eine Datenübermittlung, die einer Rechtfertigung bedarf.

Die Abgrenzung in der Praxis bleibt oft schwierig und ist zum Teil umstritten. Die Datenschutzbehörden der einzelnen Länder haben eine Reihe von Orientierungshilfen und Kriterien zur Unterscheidung veröffentlicht.