Double-Opt-in

Nur mit der Einwilligung der Empfänger dürfen beispielsweise E-Mail-Newsletter aus datenschutz- und wettbewerbsrechtlichen Gründen versendet werden. Das wurde das Double-Opt-In Verfahren entwickelt.

Formular mit Double-Opt-in

Für die Anmeldung zum Newsletter stellt der Webseitenbetreiber häufig ein Formular im Internet bereit. Die dort gesammelten Adressen sollten nicht direkt in eine Liste für einen Newsletter-Versand gehen.

Häufig werden solche Anmeldevorgänge missbraucht, um an die E-Mail-Adressen und ohne deren Zustimmung in einen Newsletter einzutragen. Daraus folgen dann Abmahnungen für den Newsletter-Versender.

Zur Vermeidung dieser ungewollten Newsletter hat sich das “Double-Opt-in” Verfahren durchgesetzt. Es wird festgestellt, dass der Anmelder auch tatsächlich Zugriff auf den für den Newsletter angemeldeten E-Mail-Account hat. Daraus folgt zwangsläufig, dass die Anmeldung rechtmäßig erfolgte.

Prozedur der Anmeldung

Vor dem ersten Versand eines Newsletters wird vorab eine E-Mail geschickt. Diese enthält keine Werbung und dient zur Bestätigung der Newsletter-Anmeldung. Wenn der E-Mail-Inhaber sein Interesse am Newsletter bestätigt, kann der Newsletter-Versand erfolgen.

Ein Urteil des OLG München hat in der Datenschutzwelt für einen Aufschrei gesorgt. In dem Urteil wurde der Versand der E-Mail mit der Aufforderung der Anmeldungbestätigung als unzulässige „Werbung“ angesehen.

Die Folge wäre, dass das Double-Opt-In-Verfahren nicht mehr durchführbar gewesen wäre. Würden die übrigen Gerichte dieser Ansicht folgen, müsste man nach einer datenschutzrechtlichen Alternative für Newsletter-Registrierungen suchen.

Das Urteil führt aufgrund großer Kritik kein anderes Gericht fort. Das Double-Opt-In dürfte somit auch jetzt noch das gängige Standardverfahren bei Newsletter-Registrierungen sein. Meldungen bezüglich Verletzungen durch einen Newsletterversand gehen an die Aufsichtsbehörde.