Adressdatenhandel

Grundsätzlich ist ein Adressdatenhandel der Betroffenen nur mit deren Einwilligung zulässig. Wie immer gibt es eine Ausnahme. Eine Ausnahme gilt für sogenannte Listendaten gemäß § 28 Abs. 3 Satz 2 BDSG.

Darüber hinaus ist die Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten zulässig, soweit es sich um listenmäßig oder sonst zusammengefasste Daten (Listendaten) über Angehörige einer Personengruppe handelt, die sich auf die Zugehörigkeit des Betroffenen zu dieser Personengruppe, seine Berufs-, Branchen- oder Geschäftsbezeichnung, seinen Namen, Titel, akademischen Grad, seine Anschrift und sein Geburtsjahr beschränken, und die Verarbeitung oder Nutzung erforderlich ist.

Diese Daten dürfen Unternehmen erheben, verarbeiten und auch übermitteln. Der Adressdatenhändler bzw. das Unternehmen muss für diese Fälle sicherstellen, dass die Betroffenen eine Möglichkeit der Kenntnisnahme über die Herkunft der Daten haben. Widerspricht der Betroffene der Erhebung, Verarbeitung und Übermittlung von seinen Listendaten, ist dieser Widerspruch für die verantwortliche Stelle bindend.

Insbesondere gehören zu diesen eben aufgezählten Listendaten keine Telefon- und Faxnummern, E-Mail-Adresse und das komplette Geburtsdatum.